Ausrüstung-Tipps zum Jollensegeln: Was Einsteiger wirklich brauchen

by eric on 20. Dezember 2013

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Der Preis für eine gebrauchte Jolle ist überschaubar. Wer Angebote vergleicht, kann schon für unter 1.000 Euro eine brauchbares Boot ergattern. Doch damit geht das große Einkaufen erst los. Denn ein Jollen-Einsteiger braucht einiges an Ausrüstung und an Bekleidung. Und das kann ordentlich ins Geld gehen. Welche Ausrüstung ist wirklich nötig? Und wie viel darf das kosten?

Niemals ohne: Die richtige Rettungsweste

Ohne Schwimmweste zu segeln, ist lebensgefährlich und unverantwortlich. Allerdings ist die Auswahl ebenso unübersehbar wie die Qalitäts-Unterschiede. Und immerhin soll die Rettungsweste das eigene Leben retten – woran sollte man da sparen? Deshalb ist eine Regattaweste natürlich die erste Wahl. Sie liegt eng am Körper und bietet genügend Auftrieb, um nicht unterzugehen. Die Preise starten bei 50 Euro und sind, wie überall, nach oben offen. Wobei höhere Preise lediglich durch Optik, Komfort oder Markentrends zustande kommen. Denn merke: Die notwendige Sicherheit ist auch bei den preiswerten Modellen gegeben.

Einen entscheidenden Nachteil haben die Regattawesten allerdings: Sie sind nicht ohnmachtssicher. Der Träger wird im Wasser nicht automatisch auf den Rücken gedreht und könnte im Falle von schweren Verletzungen trotz Rettungsweste ertrinken. Allerdings ist das für die meisten Jollensegler kein Grund auf eine „normale“ Feststoffwesten mit Kragen umzusteigen. Denn diese tragen zu sehr auf und schränken die Bewegungsfreiheit ein. Automatikwesten tragen sich zwar sehr gut, aber einmal ausgelöst ist es mit der Bewegungsfreiheit auch vorbei. Wer wirklich sportlich segeln will, dem bleibt nur die Regattaweste – und die Hoffnung dass ein Unfall ohne Ohnmacht aus geht. Für eher gemütliche Fahrten in Kielbooten, wo eine Kenterung tatsächlich der absolute Ausnahmefall ist, kann auch eine Automatikweste gute Dienste leisten.

Schutz vor Blasen und Verbrennungen: Segelhandschuhe

Das sollte keine Überrachung sein: Jollensegeln ist ein nasser Sport. Ohne Handschuhe wird mit nassen Händen die Leinenarbeit aber sehr schnell zur Qual. Kalte und klamme Finger können die dünnen Schoten nur schlecht bedienen, Blasen und Verbrennungen durch „durchrutschende“ Tampen sind die Folge.

Segelhandschuhe gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Meist sind zumindest die Fingerkuppen frei um Knoten lösen zu können oder andere „fummelige“ Aufgaben zu bewältigen. Zur Not kann man sich auch mit Fahrradhandschuhen helfen oder von engen Arbeitshandschuhen die Finger oberhalb des zweiten Fingergliedes abschneiden.

Hauptsache rutschfest: Segelschuhe

Barfuß zu segeln birgt ein extremes Verletzungsrisiko. An Bord einer Jolle sind zu viele Scharfe kanten, die Zehen könnten sich in Leinen verfangen. Auch hier gibt es ein breites Sortiment an speziellen Segelschuhen am Markt. Einsteiger können sich aber auch mit dünnen Stoffturnschuhen helfen. Sie dürfen nicht zu schwer sein, um noch gut schwimmen zu können, und sollten eine rutschfeste Sohle haben.

Von null bis teuer: Segelkleidung

Bei Sonnenschein und entsprechender Wassertemperatur reichen T-Shirt und Badehose völlig aus. Wird es kühler, kann man sich  auch mit normaler Sportbekleidung helfen. Doch diese sollte möglichst eng anliegen und sich nicht voll Wasser saugen. Wer regelmäßig auch bei mäßigem Wetter segeln will, dem bieten sich vom einfachen Neoprenanzug bis zum Trockenanzug samt Funktionsunterwäsche viele Möglichkeiten. Hier kann man je nach Ansprüchen schon ordentlich Geld ausgeben.

Mit einer absoluten Mindestausrüstung aus Regattaweste, Handschuhen und Turnschuhen kann man wohl schon für deutlich unter 100 Euro in den Segelsport einsteigen. Wer allerdings ein paar mal auf dem Wasser war, wird gute Ausrüstung und perfekte Schutzkleidung sehr schätzen. Diese gibt es natürlich nicht nur in den lokalen Segelshops sondern auch online, etwa unter www.segelservice.com.  Und der Vergleich lohnt sich: Wer regelmäßig und wetterunabhängig trainieren will, muss für eine komplette, persönliche Ausrüstung mit allem Drum und Dran schon um die 1000 Euro einplanen.

Foto: © Aintschie – Fotolia.com

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