Jessica Watson, 16 Jahre: einmal um die ganze Welt

14. Mai 2010

Morgen, am 15. Mai, erreicht Jessica Watson Sydney, ihre Heimat und ihren Starthafen. Die dann jüngste Weltumseglerin ist in 210 Tagen einhand (also alleine) um die Welt gesegelt – und kommt als anderer Mensch zurück.

Im Grunde könnte sie schon längst angelegt haben, sie lässt sich jedoch viel Zeit für die letzten Meilen – weil sie die Ankommensparty kaputt machen würde, wenn sie schon ein-zwei Tage vorher da ist.

Aber vielleicht will Jessica Watson auch einfach die letzten Tage allein auf See genießen. In ihrem Blog (Foto) schreibt sie: “Ich werden den Kick vermissen, den ich durch das Bewältigen von Herausforderungen bekommen habe. Ich werde es vermissen, die Wellen und die See zu beobachten. Ich weiß, das tue ich schon seit fast sieben Monaten, aber ich bin immer noch nicht davon gelangweilt.  Das Wehen der weißen Tops, wenn es windig ist und die langen Überlegungen, wenn nicht. Ich werde die Albatrosse vermissen, die um Ella’s Pink Lady kreisen und die Beanie-Tage – wenn die Suche nach einer Haarbürste einfach zu anstrengend ist.” (“Beanie” ist eine eng anliegende Mütze).

In den letzten Tagen hatte sie noch einmal mit Sturm kämpfen – mit bis zu sieben Metern hohen Wellen bei bis zu 45 Knoten Wind. Doch darin hat sie schon Übung: Im Südpazifik kämpfte sie gegen 12 Meter hohe Wellen und zählte sechs Knockdowns (wenn das Boot so krängt dass der Mast das Wasser berührt).

Merkwürdigerweise entspricht diese Weltumsegelung nicht den Regeln des WSSRC und wird möglicherweise nicht gewertet. Das, so Jessica Watson, sei ihr aber egel.

(jessicawatson.com.au)

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{ 2 comments }

hans peter Mai 15, 2010 um 02:00

kann mir jemand erklären wie diese dame, in twitter die nachrichten geschickt hat? Woher die internetverbindung? Das einzige Signal was sie haben kann ist GPS für navigation bzw koordinaten ermitteln, aber woher der rest. Für mich ganz klar nicht alleine unterwegs!

eric Mai 15, 2010 um 07:49

Mmmmmh. Satelitentelefon?