Die 16jährige Jessica Watson wird in einer Woche in Sydney anlegen – von wo sie vor fast acht Monaten zu einer Einhand-Weltumrundung aufgebrochen ist. Man kann darüber streiten, ob es sinnvoll ist, ein Mädchen in diesem Alter alleine in einem Segelboot um die Welt fahren zu lassen. Aber nun ist eine besonders eigentümliche Diskussion entbrannt:
Jessica Watson ist 20.000 Seemeilen gesegelt – jedenfalls wenn man die jeweils kürzeste Strecke zwischen den angesteuerten Punkten segeln würde. Und deshalb zweifelt der Segelexperte Bob Fisher den Rekord des Mädchens an: “Es mag gemein sein, jetzt, wo gejubelt werden sollte, darauf hinzuweisen, dass Jessica keine Route genommen hat, die vom WSSRC genehmigt ist”, schreibt er. Und damit meint er, dass laut dem WSSRC eine Route um die Welt 21.600 Seemeilen lang sein muss.
Watson, die nur noch wenige Hundert Seemeilen bis zu ihrem Ziel zu segeln hat, kommentiert dies trocken in ihrem Blog: “Wenn ich nicht um die Welt gesegelt bin, frage ich mich, was ich die ganze Zeit hier gemacht habe.”
(jessicawatson.com.au, sail-world.com)
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Nur weil Sie weiblich ist, sollte sie sich nicht einbilden, alle Regeln umgehen zu können.
Ja, sie ist jung. Und ja, sie hat auch einige Schwierigkeiten (wohlgemerkt, die, die sie auch haben wollte und damit die, die planbar waren und ihr Spass machten) bewältigt.
Aber Regeln sind nun mal Regeln.
Wenn sie sich vorher nicht informieren kann und danach meint, sie könne mit ihrem Charme alles hin- und geradebiegen, dann muss hier nunmal ein ganz Klares NEIN ausgesprochen werden.
Alles andere wäre unfair denen gegenüber, die sich an die Regeln halten.
Es ist keine Vergleichbarkeit gegeben, wenn sich ein Teilnehmer dran hält, ein anderer nicht.
Sie kann nicht für etwas gesellschaftliche Anerkennung verlangen obwohl sie das, was für eine gesellschaftliche und allgemeine Anerkennung notwendig gewesen wäre, nicht erfüllt.
Das ist Scheiberei und unlauterer Wettbewerb. So nicht Mrs. Watson.
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