Kieler Woche: Es gibt kein schlechtes Wetter…

by eric on 16. Juni 2011

… es gibt nur schlechte Kleidung – lautet ein strapazierter Spruch unter Seglern. 5000 Sportler auf 2000 Booten und drei Millionen Besucher werden ab kommenden Wochenende in Kiel testen, was dran ist. Denn die Wettervorhersage für die Kieler Woche könnte besser sein – aber das nimmt dem größten Segelevent der Welt wenig Attraktivität.

Vom 18. bis zum 26. Juni kommen Segler aus über 50 Nationen an der Kieler Förde zusammen, um sich in diversen Regatten zu messen. Auch für die Segler des Audi Sailing Team Germany ist die Kieler Woche im vorolympischen Jahr die wichtigste Regatta auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2012. Denn bei der zweiten von drei Ausscheidungsregatten werden Vorentscheidungen für das Olympiaticket fallen. Dementsprechend sind die Segler top vorbereitet.

Aber die Segelparty in Kiel ist auch das größte Sommerfest in Nordeuropa! Rund 2.000 Veranstaltungen aus den Bereichen Kultur, Segeln, Sommerfest, Unterhaltung, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Sport verschmelzen zu einer maritimen Symphonie.

Offizielles und Party

Offiziell wird die Kieler Woche am Sonnabend, 18. Juni, von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen eröffnet. Als Ehrengast übernimmt der Schwede Marcus Ahlm, Kapitän der Bundesliga-Handballer des THW Kiel, das Glasen. Dann wird in der ganzen Stadt neun Tage lang gefeiert: Es warten kulinarische Genüsse, musikalische und kulturelle Höhepunkte, interessante politische und wissenschaftliche Debatten – für alle Generationen und Geschmäcker gibt es Veranstaltungen im Festprogramm 2011 zu entdecken.

Sportliche Segel-Weltspitze

Jedoch das Herzstück der Kieler Woche ist das Segeln. Die weltweit größte Segelsportveranstaltung ist Pflichtprogramm für Segelprofis. Für eine perfekte Organisation der Wettbewerbe sorgt auch in diesem Jahr der Kieler Yacht-Club (KYC) mit seinen Mitveranstaltern Norddeutscher Regatta-Verein (NRV), Verein Seglerhaus am Wannsee (VsaW) und Hamburger Segel-Club (HSC) mit Unterstützung des Surf-Clubs Kiel.

Rund 5.000 Regattateilnehmerinnen und Regattateilnehmer aus über 50 Nationen werden zur Kieler Woche erwartet. Gut 2.000 Jollen, Segelboote, Surfbretter liefern sich rasante Wettkämpfe auf der Innen- und Außenförde. Geplant sind 400 Starts in rund 45 Segelklassen und -disziplinen auf zehn Bahnen.

Zehn olympische Klassen segeln vom 18. bis 22. Juni. Die paralympische Klasse 2.4mR wird offen ausgeschrieben. Es können also auch Seglerinnen und Segler ohne Handicap an dem Wettbewerb teilnehmen. Die internationalen Klassen folgen vom 23. bis 26. Juni. 17 Bootsklassen werden vertreten sein. Den Wechsel von den olympischen zu den internationalen Klassen markiert das Veolia-Seglerfeuerwerk am Mittwoch, 22. Juni, über dem Olympiazentrum Schilksee.

Kiel wird in diesem Jahr die letzte Station des ISAF Sailing World Cups. Der Präsident des Weltseglerverbandes Göran Petersson aus Schweden ehrt die Siegerinnen und Sieger des Weltcups am Mittwoch, 22. Juni.

Erstmals dabei sind die Skiff-Klassen Musto Performance Skiffs (MPS) und 29erXX Klasse, während die Katamaran-Klassen Tornados und A-Cats ihr Comeback bei der Kieler Woche feiern.

Zum dritten Mal findet am ersten Festwochenende (18. und 19. Juni) die Deutsche Meisterschaft Inshore im Seesegeln statt. Dann beginnen auch die Wettbewerbe auf den Offshore-Seebahnen mit dem Welcome Race von Kiel nach Eckernförde und zurück am ersten Kieler-Woche-Wochenende (18. und 19. Juni). Start zum Silbernen Band der Kieler Woche der ORC-Yachten ist am Donnerstag, 23. Juni.

…und wunderschöne Segelboote

Neben dem Leistungssport bietet die Kieler Woche Segeln in seiner ganzen Bandbreite: Das Rendezvous der Klassiker am Sonnabend, 18. Juni, sowie die 122. Marine-Kutterregatten vom 17. bis 24. Juni sowie die Kutterraces am Sonnabend, 25. Juni, auf der Kieler Innenförde stehen auf dem Festprogramm.

Maritimer Höhepunkt der Kieler Woche ist die traditionelle Windjammerparade am Sonnabend, 25. Juni, mit rund 100 Groß- und Traditionsseglern. Angeführt wird die Windjammerparade voraussichtlich wieder vom deutschen Segelschulschiff „Gorch Fock“. Hinter dem Führungsschiff segeln die Großsegler „Alexander von Humboldt“, „Aphrodite“, „Großherzogin Elisabeth“ und „Kruzenshtern“. Mit dabei ist auch der größte traditionelle Windjammer der Welt: der russische Großsegler „Sedov“.

Info: kieler-woche.de

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