America's Cup: Was man vorher wissen sollte…

by eric on 7. Februar 2010

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Der America’s Cup ist die älteste Sporttrophäe der Welt und am Montag segeln vor Valencia der Titelverteidiger Alinghi gegen den Herausforderer BMW Oracle den 33. Cup heraus. Nun, so viel ist aus Überschriften und Nachrichten bekannt.

Hier einige Informationen dahinter:

  • Der America’s Cup geht zurück auf die Regatta „100 Guinea Cup,“ rund um die britische Insel Isle of Wight. Gewonnen hat der Schoner „America“ New York Yacht Club (NYYC) und wurde so zum Namensgeber. Die Amerikaner schrieben den Cup aus und verteidigten ihn 132 Jahre lang – bis ihn 1983 der Australier Alan Bond mit dem Skipper John Bertrand holte.
  • Festgelegt sind die Standardregeln in der Stiftungsurkunde, der „Deed of Gift„. Doch die Rivalen erhalten verschiedene Ausgestaltungsmöglichkeiten. Grob gesagt: Der Herausforderer bestimmt den Yachttyp, der Verteidiger das Segelrevier. Auch weitere vom Deed of Gift abweichende Regeln können von beiden vereinbart werden.
  • Seit 1992 ist die Yacht-Klasse jedoch  vorgeschrieben – Boote der „International America’s Cup Class„. Diese müssen in einen vorgegebenen Rahmen aus Länge  und Breite passen und dürfen maximal 18 Personen an Bord haben.
  • Beim eigentlichen Cup gibt es nur zwei Segelyachten: Den Verteidiger und den Herausforderer. Dieser muss zuvor durch andere Rennen heraus gefahren werden, in  in den vergangenen Jahren war dies der Louis Vuitton Cup.
  • Allein die Teilnahme am Lous Vuitton Cup kostet eine Menge Geld, man spricht von teilweise mehr als 100 Millionen Dollar. Das Rennen zwischen dem Katamaran Alinghi 5 und dem Trimaran von BMW Oracle Race hat die beiden Teams, so schätzt man, jeweils 500 Millionen Dollar gekostet.
  • Im 33. America’s Cup treten zwei Clubs und zwei reiche Männer gegeneinander an: Der Golden Gate Yacht Club für den Larry Ellison mit BMW Oracle Racing segelt und der Titelverteidiger Société Nautique de Genèva mit Ernesto Bertarelle und seiner Alinghi 5. Auch ein deutsches Team wollte teilnehmen das „United Internet Team Germany“ mit den Hauptsponsoren United Internet, Audi undPorsche und Unterstützung von Jochen Schümann. Doch die rechtlichen Unsicherheiten des 33. Cups und die Streiteren führten 2008 dazu, dass das Team aufgelöst wurde.
  • Im 33. America’s Cup segeln Alinghi 5 und BMW Oracle Racing 90 sind 90 Fuß, also 27,43 Meter lang, ebenso breit und dürfen bis zu 20 Personen gesegelt werden – allerdings sind die Crews kleiner. Der Mast darf knapp 38 Meter hoch sein, das Großsegel verfügt über 300 Quadratmeter Fläche, das Vorsegel 171 Quadratmeter das Spinnaker ist unlimitiert. Erstmals gibt es keine Grinder zum Bedienen der Winischen an Bord – sie wurden durch Dieselmotoren ersetzt.
  • Folgende Rennen werden gefahren: Das erste Rennen morgen geht über 20 Meilen gegen den Wind und zurück. Das zweite Rennen geht über ein Dreieck mit der Kantenlanägen von 39 Meilen bei der die erste Seite gegen den Wind sein wird. Und das dritte Rennen – wenn nötig – geht wieder über 20 Meilen gegen den Wind und zurück.

Hier gehte es zu den Informtionen über die Liveübertragung des America’s Cup – und wir  aktualisieren auch gerne diese Liste, wenn Anfragen oder Tipps eingehen.

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