Das Emirates Team New Zealand ist auf Platz 1 der America’s Cup World Series

by eric on 12. September 2011

Bei der Eröffnung der America’s Cup World Series in Plymouth gewann das Emirates Team New Zealand zwei von drei Fleet Races und somit  führen sie die Fleetracing-Wertung an. Doch auch Russell Coutts und sein ORACLE Racing Team machten ihrem Namen alle Ehre und segelten die AC500 Speed Trials in Bestzeit.

Die Regatta wurde in der Nähe von „Plymouth Hoe“ gesegelt, dort fanden sich 10.000 Zuschauer ein um den Wettkampf zu verfolgen. Der Skipper des Artemis Racing-Team Terry Hutchinson zeigte sich überrascht über den unverhoft großen Andrang: „Es war einfach wunderbar, eine solche Zuschauermenge zu erleben, die diesen Sport sehen will“.

Dank der anspruchsvollen Wetterlage erlebten die begeisterten Zuschauer exzellenten Segelsport. Bei Windstärken von mehr als 20 Knoten war das Boots-Handling die Schlüsseltugend, kombiniert mit mutigen Starts. Dean Barker und die „Kiwis“ gewannen das erste Rennen dicht gefolgt von ihren großen Rivalen der letzten Regatta im portugiesischen Cascais, ORACLE Racing Spithill. James Spithills Teamkollegen von ORACLE Racing Coutts wurden wegen eines Frühstarts disqualifiziert.

Selbst bei diesem Starkwind stellte sich ein guter Start als entscheidend heraus. Spithill gelang es im zweiten Vorstart, die Neuseeländer zu kontrollieren und diese einzubremsen, während er selber perfekt startete und früh in Führung ging, die das Team im weiteren Rennverlauf ausbauen konnte. Am Lee-Tor kam es nur wenige Meter von den Zuschauern entfernt zu einem „Stau“, wobei das französische Team Aleph nur mit großer Mühe eine Kollision vermeiden konnte. Bei Windstärken am Limit hatten einige Teams Mühe, die High-Speed-Katamarane unter Kontrolle zu halten. So konnte Artemis Racing bei einer Tonnenrundung nur knapp das Kentern vermeiden. Das Team Korea musste mit Materialproblemen aufgeben.

Dean Barker hatte in der dritten Wettfahrt die Lehren aus den vorhergegangenen Starts gezogen und ging auf der Lee-Seite der Startlinie perfekt ins Rennen. Die erste Tonne rundete Barker knapp vor Artemis Racing und Spithill. Der Titelverteidiger aus den USA übte eine Menge Druck aus, ehe ihm ein einheimischer Segler in die Quere kam, der das Geschehen von seiner kleiner Cruising-Yacht aus beobachtete.

Spithill war gezwungen abzubremsen und darauf zu warten, dass die Yacht den Regattakurs verließ. Bis ORACLE Racing Spithill wieder Fahrt aufnehmen konnte, waren die Neuseeländer längst auf und davon. Dafür war nun das zweite ORACLE-Boot im Geschäft, und Russell Coutts zeigte keine Gnade mit den Teamkollegen, die er blockierte und überholte. Auch Artemis hatte von ORACLE Spithills Pech profitiert und Rang zwei geerbt.

Der Stand der Punktewertung (Samstag abend):

  1. Emirates Team New Zealand: 28
  2. Artemis Racing: 26
  3. ORACLE Racing Spithill: 26
  4. Aleph: 17
  5. China Team: 16
  6. ORACLE Racing Coutts: 15
  7. Energy Team: 12
  8. Team Korea: 12
  9. Green Comm Racing: 10

(Informationen: www.americascup.com Foto: Ricardo Pinto)

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