Kraftvoller Auftakt: Kieler Woche mit sechs Beaufort sportlich gestartet

by eric on 20. Juni 2010

In den olympischen und paralympischen Disziplinen startete die Kieler Woche gestern mit viel Wind bis zu sechs Beaufort und 30 Wettfahrten. Die neu aufgestellte Segel-Nationalmannschaft des Audi Sailing Team Germany kann mit ihrem Start wirklich zufrieden sein.

630 Crews gingen am Samstag auf die Dreieckskurse und kreuzten teilweise gegen starken Wellengang und heftigen Wind. Zwei Rennen absolvierten die Starboote, drei alle weiteren Klassen bis auf die 49er (© segel-bilder.de / Kieler Woche), die es sogar viermal ins Ziel schafften.

Kieler Woche

49er/Starboot
Bei den 49er-Skiffs zeigten die Vorjahressieger Lennart Briesenick-Pudenz/Morten Massmann (Flensburg), dass ihr Worldcup-Sieg aus dem Vorjahr kein Zufall war. Noch besser sind aber die Kieler Julian Ramm/Oliver Lewin platziert, die mit einem Tagessieg auf Gesamtrang drei rangieren. Bestens im Rennen liegen auch die deutschen Starboote. Diesmal führen allerdings nicht die frisch gekürten Europameister Johannes Polgar/Markus Koy (Hamburg) die deutsche Flotte an, sondern das Berliner Team Matthias Miller/Benedikt Wenk auf Rang zwei. Vor ihnen rangiert nur der zweimalige Olympiasieger Robert Scheidt mit Bruno Prada (Brasilien).

Laser/2.4mR
Top in Form ist auch der Kieler Medizin-Student Simon Grotelüschen, der im Feld der Laser mit der Serie 1, 2, 5 auf Gesamtrang zwei hinter dem überragend agierenden Tom Slingsby (Australien) platziert ist. Der EM-Vierte Philipp Buhl (Sonthofen) rundete das bisher gute deutsche Laser-Ergebnis als Vierter ab. Bei den paralympischen 2.4 mR liegt Titelverteidiger Heiko Kröger (Hamburg) als Dritter in Lauerstellung, mit zwei Tagessieger hat der Niederländer Thierry Schmitter hier den Bug vorn.

Laser/RS:X

In den anderen Klassen müssen die Deutschen dagegen noch etwas nachlegen. Im Laser liegt Lisa Fasselt (Kiel) als beste Deutsche auf Rang vier. Noch nicht richtig in Fahrt ist auch Surferin Moana Delle (Kiel): „Insgesamt muss ich nach längerer Wettkampfpause erst einmal wieder richtig ins Regattageschehen zurückkommen“, so die Titelverteidigerin, die als Achte noch in den Top-Ten liegt. Ähnlich sieht es bei den Surfmännern aus, wo sich Toni Wilhelm (Kiel) mit Rang neun begnügen muss. Nicht ganz den starken Auftakt konnte Jan Kurfeld (Wismar) im Finn fortsetzen – nach einem Tagessieg rutschte er auf Gesamtrang neun ab.

470er/Damen Match Race
Erwartungsgemäß ganz vorn sind bei den 470er Mathew Belcher/Malcom Page (Australien) mit makelloser Serie; Morten Bogacki/Jens Steinborn (Düsseldorf) sind als Neunte beste Deutsche. Bei den Frauen haben dagegen die Deutschen Annina Wagner/Marlene Steinherr (Berlin) als Dritte und Kathrin Kadelbach/Friederike Belcher (Berlin) auf Rang vier die Spitze mit Sarah Ayton/Saskia Clark (Großbritannien) bestens im Blick. Noch uneinheitlich ist das Bild im Match-Race der Damen, wo die einzige deutsche Crew um Silke Hahlbrock (Hamburg) in zwei Rennen einen Sieg und eine Niederlage eingefahren hat und damit für den weiteren Verlauf alles offen lässt.

(kieler-woche.de)

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