Oracle-Chef und Gewinner des 33. America’s Cup, Larry Ellison, hat sich in einem langen Interview Gedanken über die Ausrichtung des nächsten Cups gemacht. Er macht darin deutlich, dass er wieder mehr der sportlichen Leistungs der Teams und weniger der Ingenieurs-Leistung Raum geben will.
Auf die Frage, ober also die Zugangshürden niedriger setzen möchte, sagt er: “Oh ja. Es soll nicht mehr ums Geld gehen. Es soll ein bisschen um Technik und viel ums Segeln gehen.” Dabei war es ja sein BMW Oracle Racing Team, das durch die brilliante und teure Flügel-Technolgie seines 90-Fuß-Trimaran so erfolgreich den fast schon “traditionellen” Alinghi-Katamaran dominierte.
Um das Rennen wieder attraktiver zu gestalten, soll sowohl der America’s Cup als auch die Ausscheidungsrennen (bei denen der Herausforderer von BMW Oracle gesucht wird) fernsehtauglicher werden. Dann können die Teams ihre Kosten besser über Werbsponsoren decken. Beim 33. America’s Cup war wegen der eher kurzfristigen Ausrichtung und der unstabilen Wetterlage die Fernsehübertragung extrem erschwert. Was gerade für das amerikanische Publikum undenkbar ist…
(money.cnn.com)
(Foto: Gilles Martin-Raget)
Ähnliche News:
- Nicht mehr nur die Star-Klasse: Bacardi Cup vor Miami, USA, 8. – 13. März
- Jessica Watson: 20.000 Seemeilen – und das soll keine “Weltumrundung” sein?
- Nicht mehr lange nur ein Geheimtipp: Der Rüstersieler Hafen erstrahlt bald wieder in neuem Glanz
- BMW nicht mehr Sponsor für die Kieler Woche
- America’s Cup: Fünf Wochen vor dem Start noch mehr Streiterein
{ 1 comment }
Fing ich ja jetzt als angehender Schiffbau-Ing eher schade! =)
Ich befürchte aber das wir ein kleines Déjà-vu erleben – es wird sicher wieder der Vorwurf im Raum stehen, das sich der Verteidiger zu viele Rechte eingeräumt hat. Im Falle von Ego-Ellison wahrscheinlich auch nicht unbegründet. Denn wenn ein US-Team den Cup verliert, ist das eine noch größere Scham als ihn woanders einfach nicht zu gewinnen.