70 qm Wohn- und 150 qm Aufenthaltsfläche: "The Ark of Ideas" ist unabhängig, ökologisch – und kann gebucht werden

by eric on 1. Februar 2010

300.000 € Materialwert, 300.000 € Mietkosten für Werkzeuge, Maschinen, Hallen und Transport und 30.000 Arbeitsstunden. Das alles steckt in dem Katamaran „Largyalo“, den Rupert Kellner und seine Frau Petra Wolfinger in sieben Jahren in Heimarbeit gebaut haben.

Andere sparen, um sich ein Haus zu bauen, „wir haben eben ein Schiff gebaut“, sagt Petra Wolfinger.

Er, 55, EDV-Berater und sie, 47, Flugbegleiterin, haben sich eine Aufgabe gestellt: sie wollen dem Klima zuliebe eine drei- bis fünfjährige Reise machen, die sie an Orte rund um die Welt führen soll, die vom Klimawandel bereits betroffen sind. Dass es ihnen dabei vor allem um eine Änderung im Energiedenken geht, zeigen sie schon allein mit ihrem Katamaran: sie setzen auf ein möglichst energiesparendes Konzept, mit möglich viel Unabhängigkeit. Dafür haben sie Segel, Solarkollektoren und Turbinen an Bord, die mittels Sonnen- und Windenergie betrieben werden.

Der Plan der beiden ist es, überall auf der Welt Ideen für energiesparende Konzepte zu sammeln, wie zum Beispiel das völlig auf erneuerbare Energien setzende Stromwerk der Kanareninsel El Hierro, und diese dann weiterzutragen. „The Ark of ideas“, Arche der Ideen heißt ihr Projekt.

Ihr ursprünglicher Plan war es, im Januar dieses Jahres aufzubrechen. Allerdings fehlten die Sponsoren und so hoffen die beiden nun, dass die Reise zum nächsten Jahreswechsel beginnen kann. Bis dahin liegt die „Largyalo“ in Barcelona vor Anker und wird an andere interessierte Segler verchartert. Doch sie wissen, dass sie nicht endlos Zeit haben. Der Klimawandel schreitet immer weiter voran und nähert sich schrittweise der Klimakatastrophe. Vor allem Inseln sind bedroht und das besonders in der Südsee. „Da gibt es Inseln“, sagt Petra Wolfinger, „die gibt es in 20 Jahren gar nicht mehr.“

(largyalo.de, thearkofideas.org)

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