Europäisches Regelungs-Wirrwarr: Traditions-Segelschifffahrt in Gefahr?

by eric on 30. Dezember 2009

Europa wächst zusammen – aber nur an Land. Das könnte man jedenfalls denken, wenn man sich die Sorgen der Liebhaber und Betreiber von Traditions-Segellschiffen anhört. Der Kern des Problem sind uneinheitliche Regelungen, die die Einfahrt von einem Land zum anderen regeln. In Deutschland werden hierbei strikt die „Solas“-Regeln angewendet, eine UN-Konvention zur Schiffssicherheit zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (Savety of Live at Sea).

Das deutsche Bundesverkehrsministerium erlaubt ausländischen Segelschiffen nur noch dann ein Anlaufen in den Häfen, wenn Sie diesen Solas-Regeln entsprechen – und das ist für Traditionssegler rein baulich nicht möglich. Die Regelungen wurden für moderne Schiffe geschrieben. In anderen Ländern gelten andere Regeln.

„Die zunehmende Uneinigkeit der europäischen Staaten über die gegenseitige Anerkennung der nationalen Vorschriften münden in nationale Alleingänge,“ schreibt die Organisation „Blackflag“ auf ihre Webseite.

Deren schwarze Flage mit einem Fragezeichen soll symbolisieren, dass die Freunde und Betreiber dieser Traditionssegler nicht wissen, wie es weiter gehen kann.

(Blackflag, Mediamaritim)

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